Nasenspitzenkorrektur: Ablauf und Methoden

Nasenspitzenkorrektur

Gut eine Woche vor dem anberaumten Termin sollten Sie die Einnahme von Beruhigungsmitteln und blutverdünnenden Medikamenten, in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt, weitestgehend reduzieren. Hierunter fallen auch Schmerzmittel wie z.B. Acetylsalicylsäure. Daneben ist auf den Genuss von Alkohol und Nikotin zu verzichten, da diese die Wundheilung negativ beeinflussen können.

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Am Tag der Operation kommen Sie nüchtern in die Klinik oder Praxis. Hier wird der Sie behandelnde Arzt vorab noch einmal die Nase inspizieren und noch offenen Fragen, Wünschen oder auch mögliche Zweifel abklären.

Je nachdem, wo der Eingriff durchgeführt wird, werden Sie anschließend in den Operationssaal oder in den Untersuchungsraum geführt. Lange Haare sollten aus dem Gesicht genommen und zusammengebunden werden, damit sie nicht in den Operationsbereich rutschen können. In vielen Fällen erfolgt der Eingriff bei leicht sitzender Position, zum Teil liegen Sie aber auch auf einem speziellen Tisch.

Zu Beginn erfolgt die Betäubung des Nasenbereichs. Hierzu wird ein Lokalanästhetikum verwendet, welches über eine feine Nadel injiziert wird und seine volle Wirkung nach ca. zehn bis fünfzehn Minuten erreicht hat. Diese überprüft der Chirurg durch kurzes Kneifen in die Nasenspitze, z.B. mit einer Pinzette, und der Befragung nach Ihren Empfindungen dabei. Einen Druck dürfen Sie jederzeit spüren, bei einem Schmerzreiz muss die Dosierung ggf. erhöht werden. Die Vollnarkose wird nur dann angewendet, wenn es sich um besonders schmerzempfindliche bzw. ängstliche Menschen handelt oder wenn der Eingriff ausgedehnter gestaltet werden soll.

Nach der Betäubung wird das Gesicht mit einem Desinfektionsmittel gründlich abgewaschen, dabei werden Präparate verwendet, die keinen Alkohol beinhalten, um ein Brennen der Schleimhäute zu vermeiden. Anschließend erfolgen die Abdeckung der umliegenden Areale mit sterilen Tüchern sowie die Durchführung der gewählten Methode.

Als einfachster Eingriff, der mit sehr geringem Aufwand verbunden ist und daneben auch meist keiner Betäubung bedarf, gilt die Auffüllung der Nasenspitze mit Hyaluronsäure. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten, man ist anschließend direkt einsatzfähig und kann seinem aktiven Leben ungehindert nachgehen. Diese Methode wird vielfach mittlerweile auch in spezialisierten Kosmetikstudios angeboten.

Invasive Eingriffe zur Nasenspitzenkorrektur werden über die Nasenlöcher durchgeführt. Hierbei ist vielfach keine äußere Narbe sichtbar, der Hautmantel bleibt intakt. Eine Anhebung der Nasenspitze wird erreicht durch die Verkürzung des vorderen unteren Nasenscheidewandanteils sowie der Ausdünnung des im Spitzenbereich zusammenlaufenden Knorpels beider Nasenflügel. Im Mittelsteg werden fixierende Nähte gesetzt, die den Bereich in Form halten. Die Schleimhaut wird mit feinen Nähten verschlossen, der Bereich austamponiert, um Blutungen durch Kompression zu minimieren.

Um die Nasenspitze zu senken erfolgt ein ähnliches Verfahren. Hierbei wird der obere vordere Nasenscheidewandanteil verkürzt, anschließend der Nasenknorpel den Gegebenheiten angepasst. Zum Teil müssen auch die Nasenlöcher korrigiert werden. Je weiter die Spitze abgesenkt wird, desto mehr verändert sich deren Größe. Durch Inzision der Nasenfalte zur Wange hin wird der Hautmantel eröffnet. Der Nasenflügel wird durch Abschälen der obersten Schichten angeglichen, wodurch sich das Nasenloch den neuen Gegebenheiten harmonisch anpasst. Die Naht erfolgt in der Hautfalte, wodurch nach der Ausheilung nur selten eine Narbe sichtbar bleibt.

Um die Nasenspitze zu verkleinern erfolgt die Entfernung überschüssiger Knorpelanteile durch spezielle Messer. Das anschließende Prozedere gleicht den anderen Verfahren. Zum Teil reichen auch stabilisierende Nähte aus. Diese werden im Bereich des Knorpels von innen gesetzt und zur Seite hin fixiert, wodurch der vordere Anteil spitzer wird.

Zur Vergrößerung der Nasenspitze ist die Verwendung verschiedener Knorpeltransplantate möglich. Diese können z.B. an nicht sichtbaren Stellen der Ohrmuschel oder aber auch aus dem Rippenbereich entnommen und eingesetzt werden. Daneben finden auch Kunstimplantate aus gut verträglichen Materialien Verwendung. Da die Vergrößerung mit einem höheren Aufwand verbunden ist, wird vielfach die Vollnarkose genutzt (vor allem bei Entnahme von autologem Knorpel).

Der Eingriff dauert, je nach gewünschtem Ergebnis und dem damit verbundenen Aufwand, zwischen ein bis zwei Stunden. Nach Überprüfung des Ergebnisses erfolgt der Verband, der in den meisten Fällen nur aus einem stützenden Tapegerüst besteht. Zum Teil wird eine Gipsschiene modelliert, die dem Nasenrücken aufliegt und über spezielle Pflasterstreifen zu den Seiten hin fixiert wird. Bei einer lokalen Betäubung werden Sie anschließend in einen Überwachungsraum geführt, in dem Sie unter Beobachtung für weitere ein bis zwei Stunden verbleiben. In diesem Zeitraum treten nach Operationen die meisten Komplikationen auf, so dass zeitnah eingegriffen werden kann. Sollten Sie sich für eine Vollnarkose entschieden haben werden Sie in den Aufwachraum gebracht, wo permanent Ihre Vitalzeichen kontrolliert werden, bis Sie wieder bei vollem Bewusstsein sind und ohne Probleme (und in Begleitung) die Klinik oder die Praxis verlassen können.

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